Themen
Hard Facts über Dellen im Nagel
- Störung der Nagelzellbildung
Das sog. Pitting ist das sichtbare Ergebnis einer vorübergehenden Störung der Zellbildung in der Nagelwurzel - Typische Auslöser für Dellen
Mikrotraumen, chemische Reize, häufiges Manipulieren der Nagelhaut, Stress, Nährstoffmängel, hormonelle Schwankungen - Wie sich Dellen im Alltag zeigen
Unruhiges Nagelbild mit Vertiefungen und Einsenkungen - Was gegen Dellen hilft
Reizungen vermeiden, Nagelhaut vorsichtig pflegen, Hautbarriere stärken und auf Nährstoffe achten - Gezielte Unterstützung durch spezielles Nagelserum
Matrixorientierte Pflegestoffe können die Nagelumgebung stabilisieren, Reizungen reduzieren und ein gleichmäßigeres Nachwachsen fördern
Dellen im Nagel zeigen sich als kleine Vertiefungen bzw. Einkerbungen an Finger- und/oder Fußnägeln. Sie können sowohl einzeln als auch flächig auftreten. Solche Veränderungen weisen darauf hin, dass der Nagelwachstumsprozess gestört ist – oft durch äußere Einflüsse, manchmal auch durch innere Faktoren.¹ Dellen im Nagel stören die Optik und lassen seine Oberfläche ungepflegt erscheinen.
Im Folgenden zeigen wir, welche Ursachen hinter Pitting stecken und welche Maßnahmen Ihnen dabei helfen können, Ihre Nageloberfläche zu glätten.
Nagelanatomie verstehen: Die Bereiche, die das Wachstum steuern
Für ein besseres Verständnis über die Bildung und Bedeutung von Veränderungen wie Dellen lohnt sich ein Blick auf den Aufbau des Nagels. Er setzt sich aus mehreren funktionellen Bereichen zusammen, die eng miteinander arbeiten:
- Nagelplatte
Dieser sichtbare, feste Teil des Nagels besteht aus mehreren Schichten kompakten Keratins². Dieses strukturgebende Protein sorgt dafür, dass der Nagel stabil bleibt und gleichzeitig eine gewisse Flexibilität behält. - Nagelbett
Unter der Nagelplatte liegt das gut durchblutete Nagelbett. Es versorgt den Nagel kontinuierlich mit Nährstoffen sowie Feuchtigkeit. Zudem stabilisiert es die Lage der Nagelplatte. - Nagelwall
Die Hautfalten an den Seiten und am hinteren Rand des Nagels bilden den sog. Nagelwall. Sie wirken wie ein natürlicher Schutz und halten Reize von den sensiblen Wachstumszonen fern. Außerdem ermöglichen sie ein gleichmäßiges Herauswachsen des Nagels. - Nagelwurzel (Matrix)
Hier entstehen neue Nagelzellen. Die Matrix ist der Ursprung der gesamten Nagelplatte – jede Veränderung in diesem Bereich kann sich später sichtbar auf der Oberfläche zeigen.
Die Anatomie eines Nagels
- Nagelplatte
- Nagelbett
- Nagelwall
- Nagelwurzel (Matrix)
Ein glatter Nagel entsteht nur, wenn das gesamte Nagelsystem ungestört arbeitet
Für eine gesund aussehende Oberfläche müssen Nagelplatte, Nagelbett, Nagelwall und Matrix reibungslos zusammenarbeiten. Dieses Zusammenspiel beginnt in der Nagelwurzel, wo kontinuierlich neue Zellen entstehen, die sich nach und nach verhärten und die Nagelplatte Stück für Stück nach vorne schieben.
Ein so gebildeter Nagel wirkt robust, zeigt keine Rillen oder Absplitterungen und besitzt eine gleichmäßige, natürliche Färbung. Sein dezenter Glanz gilt als Hinweis auf eine geschlossene Oberfläche.
Dellenbildung? Was dabei im Nagel passiert
Wird die Kooperation des Nagelsystems durch innere oder äußere Einflüsse
beeinträchtigt, kann dies die Nagelstruktur schwächen. In der Folge treten häufig sichtbare Nagelprobleme wie z. B. Dellen auf. Dafür kommen verschiedene Mechanismen infrage:
- Unregelmäßige Zellbildung in der Matrix
Verlangsamt sich die Zellproduktion oder wird sie kurzzeitig unterbrochen, entstehen einzelne Schichten nicht mehr gleichmäßig. Die Nagelplatte wächst dadurch unruhig nach – kleine Einbuchtungen, Vertiefungen oder punktförmige Dellen („Pitting“) werden sichtbar.³ Eine solche Struktur verteilt Druck schlechter, wodurch einzelne Punkte stärker belastet werden. An diesen Stellen kann der Nagel auch leichter hängen bleiben und dadurch einreißen. - Mechanische Belastung der Wachstumszone
Druck, Stöße oder wiederholtes Einwirken auf Nagel und Nagelhaut können die Matrix irritieren. Dazu zählt auch häufiges Zurückschieben der Nagelhaut mit zu viel Druck, das manuelle Abreißen kleiner Haut- oder Nagelteile, Knibbeln an Unebenheiten oder das Nutzen der Nägel als „Werkzeug“. Da die Matrix besonders sensibel reagiert, führen solche Belastungen zu Wachstumsunterbrechungen. Die Nagelplatte bildet in diesen Phasen kleine Vertiefungen, die erst sichtbar werden, wenn der Nagel weiter herauswächst. - Veränderungen im Körper
Auch körperliche Belastungen, Stressphasen oder Nährstoffmängel können die Zellneubildung vorübergehend beeinträchtigen. Der Nagel wächst in dieser Zeit weniger gleichmäßig, was sich später als unruhige Oberflächenstruktur zeigt.⁵
Einflüsse, die über glatte oder unruhige Nägel entscheiden
Ob ein Nagel seine gesunde Oberfläche behält oder Dellen entwickelt, hängt von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren ab. Beide wirken direkt auf die empfindliche Wachstumszone (Matrix) ein:
Äußere Belastungen, die Dellen im Nagel begünstigen können
Viele kleinere und größere Alltagsreize treffen unmittelbar den Bereich, in dem der Nagel entsteht. Zu den äußeren Auslösern für die Nagelveränderungen gehören:
- Mechanische Belastung im Alltag
Stöße, Druck oder wiederholte Reibung können die Matrix irritieren.⁴ Das passiert z. B., wenn Sie mit den Fingern an Türrahmen oder Schubladen hängen bleiben. Auch beim Tragen von Taschen oder Werkzeugen wirkt Druck auf die Nagelspitzen. Des Weiteren belasten Sie Ihre Nägel beim Tippen auf der Tastatur. Permanente Mikrotraumen können die Zellbildung aus dem Rhythmus bringen, was sich später als Pitting bemerkbar machen kann. - Chemische Reize und Austrocknung
Aggressive Substanzen wie Reinigungs-, Desinfektions- oder starke Lösungsmittel können die Hautbarriere rund um den Nagel schwächen. Ohne ihren Schutzfilmreagiert die Matrix empfindlicher auf Belastungen. Die Zellbildung kann dadurch kurzfristig unregelmäßig ablaufen. - Übermäßiger Wasserkontakt
Langes Aufquellen und anschließendes Austrocknen verändert die Spannung im Nagelbereich. Die Matrix kann darauf mit dellenhafter Zellbildung reagieren.
Prozesse im Körper, die Dellen im Nagel begünstigen können
Auch körperinterne Vorgänge können dazu führen, dass sich die Nagelzellen nicht gleichmäßig bilden. Typische physiologische Faktoren sind:
- Stress und Belastungsphasen
Stresshormone können die Zellneubildung in der Matrix stören. Kurzzeitige Unterbrechungen im Wachstum zeigen sich später als kleine punktförmige Dellen. - Nährstoffmängel
Fehlen Ihnen bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe, kann die Keratinbildung unregelmäßig ablaufen. Die Folge: Der Nagel wächst nicht gleichmäßig nach und bildet Vertiefungen. - Hormonelle Veränderungen
Schwankungen im Hormonhaushalt – etwa durch Medikamente, Zyklus, Schwangerschaft oder Wechseljahre – können den Aufbau neuer Nagelzellen vorübergehend beeinflussen. Das kann ebenfalls Pitting begünstigen. - Stoffwechselveränderungen
Verlangsamt oder verschiebt sich der Stoffwechsel – z. B. durch den natürlichen Alterungsprozess, Erkrankungen oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente – kann die Matrix ebenfalls weniger strukturiert arbeiten. Dadurch entstehen neue Zellschichten nicht in ihrer gewünschten Form.¹ - Erkrankungen oder Infektionen im Nagelbereich
Lokale Entzündungen oder Infektionen können die Matrix irritieren, wenn sie in ihrer Nähe auftreten. Wird die Wachstumszone dadurch gereizt, kann der Nagel wellig nachwachsen. Treten zusätzlich Rötungen, Schmerzen oder Schwellungen auf, sollte Sie dies ärztlich abklären lassen.⁴
Unruhige Nageloberfläche: Wie Pitting die Ästhetik der Nägel beeinträchtigen kann
Dellen im Nagel verändern die Oberfläche sichtbar und lassen die Nägel ungepflegt wirken. Weil Hände im Alltag ständig im Blickfeld sind, fallen solche Unebenheiten vielen Menschen sofort auf. Das gilt auch für Füße z. B. in Sommerschuhen.
Nicht jeder kann die Nagelveränderungen richtig einordnen – manche halten die Vertiefungen für ein Zeichen von mangelnder Hygiene oder einer Erkrankung. Das sorgt gelegentlich für Zurückhaltung oder Abstand, obwohl Dellen weder ansteckend sind noch auf etwas Ernstes hinweisen. Sie haben auch nichts mit Unsauberkeit zu tun.
Symptome von Nägel mit Dellen
- Oberflächenveränderung
- Tastbare Unebenheiten, mechanische Anfälligkeit
- Veränderter Nagelverlauf, kosmetische Einschränkung
Dellen im Nagel behandeln: Allgemeine Tipps
Viele der auslösenden Faktoren können Sie selbst abmildern. Mit den folgenden Maßnahmen unterstützen Sie ein gesundes Nagelwachstum:
- Reizungen und Mikrotraumen vermeiden
Achten Sie darauf, die Nägel nicht permanent als Werkzeug zu nutzen. Vermeiden Sie (soweit möglich) Situationen, in denen die Nagelwurzel Druck oder Schläge abbekommt. - Schonende Nagelhautpflege
Die Nagelhaut schützt die Matrix. Zu starkes Zurückschieben, Schneiden oder Knibbeln kann die Wachstumszone reizen. Eine sanfte Pflege und das Vermeiden von Manipulationen helfen, die Nagelwurzel zu entlasten. - Hautbarriere rund um den Nagel stärken
Trockene oder gereizte Haut im Nagelfalz macht die Matrix empfindlicher. Pflegende Öle oder Cremes unterstützen die Barrierefunktion und schaffen ein stabileres Umfeld für das Nagelwachstum. - Belastungen durch Chemikalien reduzieren
Reinigungs-, Desinfektions- oder Lösungsmittel können die Haut rund um den Nagel austrocknen und empfindlicher machen. Handschuhe schützen vor unnötigen Reizen. - Stress und innere Belastungen im Blick behalten
Ausreichend Schlaf, Pausen und ein ausgeglichener Alltag unterstützen die Regeneration Ihres gesamten Körpers – inkl. Zellwachstum Ihrer Nägel. - Auf eine nährstoffreiche Ernährung achten
Für die Bildung neuer Nagelzellen benötigt der Körper verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Nagelwurzel dabei, gleichmäßig zu arbeiten. Bei Verdacht auf Mängel kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. - Geduld mit dem natürlichen Wachstum
Da Fingernägel nur wenige Millimeter pro Monat wachsen, braucht es Zeit, bis sich die Nagelplatte wieder komplett glatt zeigt. Kontinuität in der Pflege ist hier entscheidend.
Experten‑Tipp: Die Wachstumszone gezielt unterstützen
Die eben genannten allgemeinen Maßnahmen schaffen eine gute Grundlage – doch bei Dellen reicht das manchmal nicht aus. Da die Vertiefungen in der Nagelwurzel entstehen, also dort, wo neue Nagelzellen gebildet werden, kann eine gezielte Pflege rund um die Matrix sinnvoll sein. Sie stabilisiert das Umfeld der Wachstumszone, schützt vor Reizungen und unterstützt ein gleichmäßigeres Nachwachsen.
Einige Substanzen haben sich dafür besonders bewährt:
- Hydroxypropyl Chitosan (HPCH)
HPCH bildet einen feinen, schützenden Film, der sich gut an die Nageloberfläche und den Nagelfalz anlegt. Dadurch wird Feuchtigkeitsverlust reduziert und die empfindliche Umgebung der Matrix vor äußeren Reizen abgeschirmt. Das ist wichtig, um unruhige Wachstumsphasen zu vermeiden. - Silizium aus Schachtelhalmextrakt
Dieser mineralische Inhaltsstoff unterstützt die Bildung stabiler Keratinstrukturen und stärkt die Festigkeit des nachwachsenden Nagels. Ein stabiler Nagel kann gleichmäßiger nachwachsen. - Natürlicher Schwefel aus MSM (Methylsulfonylmethan)
MSM liefert bioverfügbaren Schwefel, der für die Bildung neuer Nagelzellen wichtig ist. Eine gut versorgte Matrix kann gleichmäßiger arbeiten, was ein gesundes Nagelwachstum unterstützt. - Ciclopirox Olamin
Dieser Stoff schützt den Nagel vor äußeren Einflüssen, die das gesunde Wachstum beeinträchtigen können. Gleichzeitig wirkt er antimikrobiell und bewahrt die Nageloberfläche vor schädlichen Erregern. Er ist ein bewährter Inhaltsstoff aus bekannten Nagelpilzprodukten.
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Wenn Sie die genannten Inhaltsstoffe nicht einzeln kombinieren möchten, bietet unser Nagelserum eine praktische und durchdachte Lösung. Die Formulierung vereint HPCH, Silizium, MSM und 8 % Ciclopirox aus Ciclopirox Olamin in einem einzigen Produkt – abgestimmt darauf, die Nägel genau dort zu unterstützen, wo sie es benötigen.
Entwickelt wurde das Serum von Carsten Timmering, einem Apotheker mit langjähriger Erfahrung in der dermatologischen Pflege. Sein fundiertes Wissen über Nagelbiologie und funktionelle Inhaltsstoffkombinationen bildet die Grundlage für eine Rezeptur, die Wirksamkeit und Verträglichkeit optimal verbindet.
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Quellen
- ¹ Haneke, E. (2011): Anatomy of the Nail Unit and the Nail Biopsy. Seminars in Dermatology.
- ² de Berker, D. (2013): Nail Anatomy and Physiology. In: Baran & Dawber’s Diseases of the Nails and their Management (5th Edition). Wiley-Blackwell.
- ³ Jiaravuthisan, M. M. et al. (2007): Psoriasis of the nail: anatomy, pathology, clinical presentation, and a review of the literature. Journal of the American Academy of Dermatology, 57(1), 1–27.
- ⁴ Baran, R.; Dawber, R. (2001): Diseases of the Nails and their Management. Blackwell Science.
- ⁵ Cashman, M. W.; Sloan, S. B. (2010): Nutrition and nail disease. Clinics in Dermatology, 28(4), 420–425.

Carsten Timmering
Apotheker, Gründer und Geschäftsführer von CT Healthcare. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Apotheke und Pharmaindustrie ist er ein Experte für die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Gesundheitsprodukten und die Bedürfnisse ihrer Verwender.
