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Das Auftreten von Rillen an Finger- und Fußnägeln ist ein häufiges Anliegen, das viele Menschen beschäftigt. Obwohl sie oft als kosmetischer Makel wahrgenommen werden, können Längs- und Querrillen unterschiedliche Ursachen haben, die von harmlosen Alterserscheinungen bis hin zu Anzeichen bestimmter körperlicher Zustände reichen. Ein umfassendes Verständnis der verschiedenen Arten von Rillen und ihrer möglichen Auslöser kann dazu beitragen, Nägel optimal zu pflegen und bei Bedarf geeignete Schritte einzuleiten.
Längsrillen: Ein Blick auf die Ursachen und Pflege
Längsrillen, die als zarte, parallel verlaufende Linien auf der Nagelplatte erscheinen, sind eine weit verbreitete Nagelveränderung. Sie können erhaben, flach oder sogar perlenschnurartig geformt sein. In vielen Fällen sind Längsrillen ein natürliches Zeichen des Alterungsprozesses, ähnlich wie Falten auf der Haut. Mit zunehmendem Alter kann die Nagelmatrix, also der Bereich, in dem der Nagel gebildet wird, nicht mehr so gleichmäßig produzieren, was zu diesen feinen Linien führt.
Neben dem Alter können Längsrillen auch auf eine erhöhte Brüchigkeit der Nägel hindeuten, ein Zustand, der als Onychorrhexis bekannt ist. Hierbei zerfällt die Nagelplatte entlang der Längsrichtung. Die Ursachen für brüchige Nägel sind vielfältig und können innere oder äußere Faktoren umfassen. Dazu gehören beispielsweise ein wiederholter Kontakt der Hände und Füße mit Wasser, aggressiven Reinigungs- oder Lösungsmitteln, die die Nägel austrocknen und schwächen können. Auch mechanische Belastungen, wie sie bei unsachgemäßer Nagelpflege auftreten können, tragen zur Brüchigkeit bei.
Manchmal können Längsrillen auch im Zusammenhang mit einem Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitaminen, Eisen oder Zink stehen. Bei Verdacht auf einen Mangel ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Ebenso können bestimmte Haut- oder Systemerkrankungen, wenn auch seltener, das Erscheinungsbild von Längsrillen beeinflussen.
Querrillen: Anzeichen für vorübergehende Veränderungen
Im Gegensatz zu Längsrillen sind Querrillen, auch Beau-Reil-Querfurchen genannt, seltener und weisen oft auf eine vorübergehende Störung des Nagelwachstums hin. Diese tieferen Furchen entstehen, wenn das Nagelwachstum aufgrund einer Beeinträchtigung für einen bestimmten Zeitraum verlangsamt oder gestoppt wird. Die Tiefe und Position der Querrille auf dem Nagel kann sogar Aufschluss darüber geben, wann das auslösende Ereignis stattgefunden hat, da Nägel mit einer bestimmten Geschwindigkeit wachsen.
Die Ursachen für Querrillen sind vielfältig und reichen von schweren körperlichen Belastungen oder akuten Krankheiten über Operationen bis hin zu Phasen psychischen Stresses.
Auch lokale Hauterkrankungen, die die Nagelmatrix betreffen, oder die Einnahme bestimmter Medikamente können zur Bildung von Querrillen führen. Da Querrillen ein Indikator für systemische Ereignisse sein können, ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren und gegebenenfalls zu behandeln. Das kosmetische Entfernen oder Abschleifen der Rillen wird in der Regel nicht empfohlen, um die Nagelstatik nicht zu beeinträchtigen und den Nagel nicht anfälliger für äußere Einflüsse zu machen. Produkte, die Inhaltsstoffe wie Ciclopirox-Olamin enthalten, können hierbei helfen, den Nagel vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Wann ein Arzt aufgesucht werden sollte
Bei Unsicherheiten bezüglich der Ursache oder wenn die Rillen mit weiteren Nagelveränderungen wie Verfärbungen, Verdickungen oder Schmerzen einhergehen, ist der Besuch bei einem Hautarzt (Dermatologen) ratsam. Fachärzte für Hauterkrankungen sind Spezialisten für Nagelprobleme und können eine präzise Diagnose stellen sowie entsprechende Therapie- oder Pflegeempfehlungen aussprechen. Auch Podologen oder medizinische Fußpfleger können wertvolle Unterstützung bei der Pflege von Problemnägeln bieten und bei Bedarf auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung hinweisen. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, die Nagelgesundheit langfristig zu erhalten und das Wohlbefinden zu steigern.
Nagelpflege und Prävention
Unabhängig davon, ob es sich um Längs- oder Querrillen handelt, ist eine konsequente und angepasste Nagelpflege essenziell. Die Nägel sollten stets sauber und trocken gehalten werden. Beim Kontakt mit Wasser oder Reinigungsmitteln empfiehlt es sich, schützende Handschuhe zu tragen. Das regelmäßige Kürzen der Nägel sowie das Feilen in eine Richtung kann dazu beitragen, weitere Schäden zu vermeiden.
Die richtige Pflege spielt eine entscheidende Rolle für die Nagelgesundheit.
- Produkte, die Inhaltsstoffe wie Hydroxypropylchitosan (HPCH) enthalten, können helfen, einen schützenden Film auf dem Nagel zu bilden und Feuchtigkeit zu bewahren. Der wasserlösliche Lackträger gewährleistet dabei eine gleichmäßige Verteilung der pflegenden Substanzen.
- MSM (Methylsulfonylmethan) als organische Schwefelquelle kann die Elastizität der Nagelplatte unterstützen, während Silizium aus Schachtelhalmextrakt für seine strukturstärkenden und remineralisierenden Eigenschaften bekannt ist.
